Posts mit dem Label Zukunft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zukunft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 22. März 2017

Rezension zu "Godspeed: Die Suche" von Beth Revis

"Die Suche" nach spannenden Stellen

 

Zum Inhalt:
Godspeed: Die Suche ist der 2. Teil der Godspeed-Reihe von Beth Revis. 
3 Monate ist es jetzt her, seit Amy aus ihrer Kyro-Kammer an Bord der Godspeed aufgetaut wurde und seitdem hat sich einiges geändert. Junior hat nun die Aufgaben des Ältesten nach dessen Tod übernommen und versucht, das Raumschiff ohne die Droge Phydus zu regieren. Doch das will überhaupt nicht funktionieren. Die Leute wünschen sich die Kontrolle von Phydus zurück und hören aufgrund von Entzugserscheinungen auf zu arbeiten. Eine Rebellion ist im Gange, angeführt von Juniors Freund Bartie, die unbedingt verhindert werden muss. Zeitgleich wird das Schiff von einer Mordserie erschüttert. Verschiedene Menschen sterben an einer Überdosis Phydus-Pflaster, die alle dieselben Worte tragen: Folge dem Anführer. Junior muss schleunigst den Mörder finden, bevor noch mehr Menschen in seine Fänge geraten und sich von Junior abwenden. Doch damit nicht genug: Orion, der eigentlich vor Junior hätte Ältester werden sollen, hat Amy verschiedene Hinweise hinterlassen. Hinweise, die die Ankunft der Godspeed auf der Zentauri-Erde betreffen...
 
Meine Meinung:
Es ist nun ein kleines Weilchen her, dass ich den ersten Teil der Godspeed-Reihe gelesen habe und soweit ich mich daran erinnere, war ich von dem Band leider nur mäßig begeistert. Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Junior und Amy weitergeht, besonders, nachdem der Älteste nun nicht mehr das Schiff regiert, sondern Junior an die Macht gekommen ist.

Die Sprache ist der ähnlich, die im ersten Band verwendet wird. Die Sätze reihen sich flüssig aneinander und sind nicht zu kurz. Für ein Jugendbuch reicht der Schreibstil also vollkommen aus. Man wird als Leser direkt in die Geschichte hineingeworfen und startet mitten im Geschehen ohne viel Vorgeplänkel. Dennoch werden immer wieder Bruchstücke über die bisherigen Geschehnisse des vorherigen Bandes eingeworfen, so dass man als Leser wieder daran erinnert wird, falls man nicht mehr so vertraut mit der Handlung des Vorgängers sein sollte. Abwechselnd wird aus Juniors und Amys Sicht die Geschichte erzählt, so dass man im Grunde zwei Erzählstränge dargeboten bekommt, die verschiedene Handlungspunkte abdecken. So wird ein wenig Spannung erhalten, da man in beiden Handlungsverläufen wissen möchte, wie es weitergeht. Die Kapitel sind abwechselnd mal etwas länger und mal etwas kürzer gehalten, so dass es gut möglich ist, eine kurze Pause zwischen ihnen einzulegen. Auch wenn man ein längeres Kapitel vor sich hat, ist es möglich, zwischendrin Pausen einzulegen, da es des Öfteren Abschnitte gibt, in denen in der Handlung gesprungen wird. Hier ist auch der Wiedereinstieg in die Handlung besser als irgendwo mittendrin im Kapitel.

Zu den Charakteren kommen bis auf Bartie, Victria und Kit keine großartigen Neuzugänge hinzu, so dass man prinzipiell mit allen auftretenden Personen vertraut ist. Leider hatte ich auch nicht wirklich das Gefühl, dass die vorhandenen Personen sich in irgendeiner Art und Weise weiterentwickelt hätten, so dass alle in ihren gleichen Mustern und Verhaltensweisen feststeckten. Irgendwie erschien es mir als ob die Charaktere nicht wirklich etwas dazugelernt hätten, so dass sie immer recht vorhersehbar in ihren Entscheidungen waren. Dadurch erschienen mir die Charaktere etwas langweilig und einseitig gestaltet. Gerade im zweiten Band hätte ich hier noch einige Facetten mehr gesehen. Bei Amy scheint es sich nur darum zu drehen, was mit ihren Eltern wird und bei Junior ist es nur wichtig, wie er das Schiff ohne Phydus regieren kann. Einen wirklichen Einblick in die weitere Gefühlswelt der Protagonisten erhält man leider nicht, so dass größtenteils eben nur die Entwicklung der Handlung im Vordergrund steht. Leider gibt es auch kaum weitere Interaktion mit den Nebencharakteren. Entweder gibt es Interaktion zwischen Amy und Junior, oder die beiden erforschen im Alleingang ihre eigenen Probleme. Auch die anfängliche Liebesgeschichte, die im ersten Band gesponnen wird, wurde zurückgestellt, so dass es bis auf zwei Mal keine Erwähnung dieses Themas zwischen Amy und Junior gab. Das fand ich ein wenig schade, da diese auf jeden Fall zumindest eine Erwähnung wert gewesen wäre. So wirkte die freundschaftliche Kommunikation zwischen Amy und Junior oft sehr gestellt. Auch die Nebencharaktere erschienen mir recht farblos, da sie kaum einen richtigen Platz in der Handlung erhielten. Stattdessen kamen sie nur vor, wenn sie in irgendeiner Art und Weise als Schlüsselfiguren fungieren sollten. Das fand ich doch etwas schade, da ich mir gerade im zweiten Band eine Ausarbeitung derselben gewünscht hätte.

Hatte ich beim ersten Band die doch etwas zäh gestaltete Handlung bemängelt, wurde ich auch leider mit Die Suche nicht zufriedengestellt. Ich habe mich bei diesem Buch auch auf die Suche begeben muss - leider auf die Suche nach spannenden Stellen. Irgendwie zog sich die Handlung für mich wie Kaugummi und es passiererte kaum etwas, was mich wirklich mitreißen konnte. Ich hörte oft schon nach wenigen Kapiteln zu lesen auf, da ich mich wirklich überhaupt nicht in die Handlung einfinden konnte. Es gab wirklich unzählige Längen, die mich vom Weiterlesen abhielten. Leider halfen da auch die kurzgehaltenen Kapitel nicht, so dass man sich nicht sonderlich stark motivieren konnte, die Handlung selbst voranzutreiben. Was mir dennoch gut gefallen hat, waren die unglaublich überraschenden Wendungen, mit der die Autorin ihre Geschichte ausschmückt. Wie bei einem Thriller stellt man verschiedene Mutmaßungen an, wer nun die Bewohner des Raumschiffes umbringt und wird am Ende doch sehr überrascht von dem Ausgang und dem Motiv des Täters. Dies war jedoch nicht das einzig Überraschende an dem Handlungsverlauf, sondern auch weitere Wendungen die eingebaut wurden, die der Leser so nicht erwartet. Somit konnte ich hier doch sehr begeistert werden, auch wenn es nicht über die restlichen Längen hinwegtäuscht.

Das Ende hingegen hat mir wiederum gut gefallen. Es macht neugierig auf den letzten Band der Reihe und wie es nicht nur mit Amy und Junior weitergeht. Es rundet besonders mit den letzten Worten dieses Jugendbuch gut ab und ist in einem Rutsch schaffbar, da sich nun die Handlung auspegelt. Das Ende empfand ich komischerweise dennoch etwas spannender als den Großteil des restlichen Buches. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Autorin die Geschichte im letzten Band zuende führt.

Fazit:
Für mich hat sich Godspeed: Die Suche als ein eher mittlemäßiger Nachfolger des ersten Bandes entpuppt. Die Handlung ist an den meisten Stellen unglaublich zäh und bis auf die Protagonisten und einige Nebencharaktere geraten keine weiteren Personen in den Fokus des Buches. Dadurch bleiben viele eindimensional, so dass man als Leser nicht wirklich festhalten kann, wen man mag und wen nicht. Auch Amy und Junior schienen nicht so, als hätten sie sich weiterentwickelt, wodurch auch die Interaktion zwischen den beiden recht langweilig war. Der Schreibstil hat mir dennoch gut gefallen. Er war sehr flüssig und durch die beiden Sichten, sowohl auf Amy als auch auf Junior hatte man zwei verschiedene Erzählstränge, die durch aus Potential hätten. Leider wird dieses durch die fehlende Spannung nicht wirklich ausgeschöpft. Das Ende hat mir hingegen wieder sehr gut gefallen, da es einerseits den Roman gut abrundet und andererseits auch die Wendung der Geschichte sehr überraschend kam. Hier wird der Leser gewissermaßen ins Unbekannte geleitet und kann miträtseln und -raten wer auf dem Raumschiff mordet, ohne etwas Vorhersehbares annehmen zu können. Für Godspeed: Die Suche vergebe ich daher 3 von 5 Sternen und hoffe, dass der letzte Band mit etwas mehr Spannung aufwarten kann.
 
Neugierig geworden? Dann bestell das Buch gleich hier 
 
Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 27.07.2012
Aktuelle Ausgabe : 01.08.2014
Verlag : Oetinger Taschenbuch
ISBN: 9783841502520
Flexibler Einband 464 Seiten
Sprache: Deutsch

Freitag, 19. Februar 2016

Rezension zu "Godspeed: Die Reise beginnt" von Beth Revis

Gelungener Auftakt einer Sci-Fi-Reihe mit großem Potenzial

 

Zum Inhalt:
Godspeed: Die Reise beginnt ist der erste Band der Godspeed-Trilogie. Die 17-jährige Amy und ihre Eltern sind eingefrorene Passagiere auf dem Schiff der Godspeed. Sie sind Teil einer wichtigen Mission: einen neuen Planeten finden, der besiedelt werden kann. Dieser liegt 300 Jahre von der Erde entfernt. Erst dort sollen die 100 Eingefrorenen wieder zum Leben erweckt werden. Doch etwas geht schief und plötzlich findet sich Amy als lebender Passagier an Bord der Godspeed wieder - noch 50 Jahre vom Planeten entfernt. Der zukünftige Schiffskapitän Junior und sein Freund Harley versuchen, Amy in ihre Gesellschaft einzuführen. Doch diese hat sich stark verändert. Alle folgen dem Ältesten, einem tyrannischen Anführer, der Amy droht, sie aufgrund ihrer Andersartigkeit vom Schiff zu werfen. Damit jedoch nicht genug werden drei weitere Personen aufgetaut; zwei von ihnen sterben. Gemeinsam mit Harley und Junior will Amy herausfinden, wer dahintersteckt um ihre Eltern und alle anderen Eingefrorenen zu beschützen - und deckt dabei Geheimnisse auf, die das gesamte Leben auf der Godspeed auf den Kopf stellen...

Meine Meinung:
Schon seit langem steht Godspeed: Die Reise beginnt auf meiner Leseliste. Endlich habe ich das Buch in meiner örtlichen Bibliothek ergattern können bevor es sich jemand anders wegschnappte.
Eigentlich bin ich nicht sonderlich für Weltraumgeschichten zu haben. Auch Sachen wie Star Wars oder Star Trek konnten mich nie sonderlich begeistern. Irgendwie war das bei diesem Buch anders.

Ich habe zuerst den Klappentext und dann eine kleine Leseprobe gelesen und fand die Idee hinter der Geschichte sehr fesselnd und spannend. Beth Revis hat einen schönen Schreibstil, in den sich der Leser schnell einfindet und hautnah mit den Personen die Handlung durchlebt. Dabei benutzt die Autorin durchgehend den Ich-Erzähler. Abwechselnd berichtet sie aus Amys und Juniors Perspektive, was mir äußerst gut gefallen hat. So erhält man einen Blick auf beide Protagonisten, ihre Denkweise und ihre Charakterzüge. Was mich ein wenig gestört hat, waren einige Wortwiederholungen, die direkt hintereinander auftraten, so dass man das Gefühl hatte, man hätte den Satz vorher schon einmal gelesen. Ich weiß nicht, ob dies an der deutschen Übersetzung lag oder am Originaltext, jedenfalls war es sehr merkwürdig, manchmal die gleiche Phrase innerhalb einer Seite nochmals wiederzufinden. Dies kam zwar nicht oft vor, riss mich aber dennoch stark aus der Handlung heraus. Trotz dem fließenden und lockeren Schreibstil, den die Autorin an den Tag legt, kamen mir besonders die Geschehnisse am Anfang recht langweilig und lasch erzählt vor. Dazu werde ich dann später nochmal etwas Genaueres sagen. Die Kapitellänge variierte andauernd, so dass manche recht kurz und andere wieder länger waren. So hatte man auch als Leser mit Zeitproblemen (wie ich) die Möglichkeit, mindestens ein Kapitel zu beenden, bevor man sich wieder seinen Pflichten widmen musste, wie für eine Klausur zu lernen.

Die Charaktere selbst fand ich alle sehr gut durchdacht, auch wenn immer noch einige Details ihre Persönlichkeit betreffend gefehlt haben. Man lernt viele Personen kennen, doch Nebencharaktere tauchen kaum bis gar nicht auf. Sie bekommen vielleicht ein oder zwei Auftritte, sind dann jedoch für die weitere Handlung nicht mehr wichtig. Das fand ich ein wenig schade, denn so konnte man sich in einigen Situationen nicht von der angespannten Atmosphäre mitreißen lassen. Auch im Allgemeinen haben mir einige Charakterzüge der Personen gefehlt. So wurde sich größtenteils einfach nur auf die Handlungen von Amy und Junior konzentriert, man bekam aber kaum Informationen bezüglich ihres Wesens, was ich ein wenig schade fand. Dadurch wirkten die beiden Hauptpersonen ein wenig unecht und waren nur aufgrund ihrer Handlungen wichtig. Auch wenn keiner der beiden mir mit ihrem Verhalten auf die Nerven gegangen ist, waren sie für mich ein wenig zu abgerundet gestaltet, weil ihnen die Ausbildung wichtiger Eigenschaften fehlte. Dies war bei Harley wiederum ganz anders, genauso wie beim Ältesten. Diese beiden Charaktere fand ich am besten und detailliertesten gestaltent, eben weil auch viel Bezug auf ihr Wesen genommen wird.

Die Handlung des Buches konnte mich erst wirklich ab der Mitte des Romans fesseln. Zwar wollte ich vorher schon weiterlesen, aber ein Sog entwickelt sich erst wenn etwa die Hälfte des Buches hinter einem liegt. Die Handlungen, die am Anfang beschrieben wurden, waren irgendwie recht langweilig gestaltet trotz des guten Schreibstils der Autorin. Ich konnte nicht wirklich mitgerissen werden, was ich sehr schade fand. Je mehr sich die Lage auf dem Raumschiff allerdings zuspitzt, desto rätselhafter und interessanter wird die ganze Geschichte. Plötzlich haben die Kapitel richtige Cliff-Hanger, so dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Erst hier wird die Geschichte so richtig interessant. Die Wendungen, die sich dabei ergeben, kamen für mich recht unerwartet obwohl sich einige bereits angekündigt haben und man sich in etwa denken konnte, was passiert. Dennoch wurden die Enthüllungen sehr spannend gehalten.

Das Ende hat mich ein wenig unbefriedigt zurückgelassen. Ist ja auch irgendwie logisch, wenn es eine Reihenfortsetzung über zwei weitere Teile geben soll. Die Wendung, die hier nochmals stattfindet, war so offensichtlich, dass man nur den Klappentext hätte lesen brauchen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit Amy und Junior und der Godspeed weitergeht.

Fazit:
Für mich entpuppte sich Godspeed: Die Reise beginnt als ein recht gelungener Auftakt einer Sci-Fi-Trilogie mit dystopischen Elementen. Der Schreibstil ist schön und angenehm zu verfolgen, ebenso die Handlung, auch wenn diese am Anfang ein wenig schwächelt. Ab der Mitte des Buches wird es jedoch immer angenehmer, diese zu verfolgen und die Cliff-Hanger an den Kapitelenden machen einen schier wahnsinnig, so dass man unbedingt weiterlesen will. Die Charaktere hätten noch ein wenig ausgearbeitet werden können wie ich finde. Irgendwie wurde sich nur auf deren Handlung konzentriert und ihre Persönlichkeit vollkommen außer Acht gelassen. Ich könnte über Amy nichts sagen, außer dass sie gerne rennt beispielsweise. Hier wünsche ich mir für den zweiten Teil auf jeden Fall eine bessere Ausarbeitung. Auch die Wendungen passen gut in die Handlung hinein und animieren den Leser, das Buch weiterzulesen. Allein das Ende konnte mich nicht sonderlich zufriedenstellen. Ich hoffe, das Beth Revis den zweiten Band ein wenig besser abrundet. Nichtsdestotrotz vergebe ich für Godspeed: Die Reise beginnt 4 Sterne.

Neugierig geworden? Dann bestell das Buch gleich hier 

Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2011
Aktuelle Ausgabe : 01.09.2013
Verlag : Oetinger Taschenbuch
ISBN: 9783841502513
Buch 448 Seiten
Sprache: Deutsch

Montag, 2. Februar 2015

Rezension zu "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi

Ein toller Auftakt einer Dystopie, die mit der Sprache spielt wie keine zweite

 

Zum Inhalt:
Ich fürchte mich nicht ist der Auftakt der gleichnamigen Trilogie. Juliette ist ihr Leben lang eine Außenseiterin. Von den eigenen Eltern verstoßen, von keinem gemocht, verbrachte sie ihr bisheriges Leben in verschiedenen Anstalten bis sie schließlich im Irrenhaus landet. Seit einem Jahr ist sie hier gefangen. Keiner spricht mit ihr, sie sieht niemanden - und dass nur, weil jeder der sie anfasst sterben könnte. Denn Juliette kann niemanden berühren, ohne ihm schreckliche Schmerzen zuzufügen. Juliette glaubt sich allein in dieser Welt, in der es kaum noch Nahrung, Tiere oder Pflanzen gibt, geschweige denn Luft. Bis sie eines Tages einen neuen Zellengenossen bekommt - Adam. Doch für Juliette ist es ein Schock. Denn sie kennt Adam von früher...

Meine Meinung:
Schon bevor ich Ich fürchte mich nicht begann, wusste ich, dass das Buch hauptsächlich wegen seiner Sprache gelobt wird. Zuerst war das für mich etwas unverständlich. Doch dann begann ich zu lesen - und wurde in den Sog des Buches gezogen.
Seit langem konnte mich kein Buch so begeistern wie Ich fürchte mich nicht. Wie die Autorin mit der Sprache spielt, ist einfach unglaublich. Manchmal scheint es tatsächlich so, als würde die Welt nur für Juliettes Gedanken für kurze Zeit angehalten werden. Dadurch entsteht eine regelrechte Verbildlichung der Dinge, die Juliette beschreibt und die Juliette selbst umgeben und ermöglicht dem Leser einen genauen Einblick in Juliettes Sicht der Dinge sowie eine gewisse Nähe zu der Protagonistin.

Zwar wird die Handlung schon aus Juliettes Sicht erzählt, so dass man sich ihr schon sehr nah fühlt, dennoch hilft die verwendete Sprache dem Leser Juliette noch ein bisschen besser zu verstehen. Auch dass die Geschichte im Präsens geschrieben ist, ist hier sehr von Vorteil. Man wird direkt in die Geschichte hinein katapultiert - in medias res also - so dass man gar nicht anders kann, als sich von der Handlung gefangen nehmen zu lassen. Generell fand ich, dass am Anfang des Romans immer wieder Fragen auftraten: Warum genau ist Juliette in dieser Anstalt (was ja später auch geklärt wird durch ihre "Gabe")? Was passierte mit ihren Eltern? Was ist in der Welt da draußen genau los? Da man nur einen kleinen Einblick in diese Fragen erhält - sie also nicht genau von Juliette beantwortet werden können, da sie darüber selbst nichts weiß - motiviert es den Leser regelrecht die Geschichte weiterzulesen und hinter diese Antworten zu kommen.

Was mir auch noch beim Schreibstil aufgefallen ist, ist, dass die Autorin viele Kommata weglässt, einige Zeilensprünge einbaut und zudem auch einige von Juliettes Gedanken "durchstreicht". Dadurch wird dieser Bewusstseinsstrom, der immer wieder von Juliete Besitz zu ergreifen scheint, besonders deutlich und zeigt dem Leser auch, was Juliette eigentlich nicht denken will, es aber trotzdem tut.

Im Laufe der Geschichte werden die "durchgestrichenen" Gedanken immer weniger, bis sie schließlich ganz aufhören. Das zeugt von Juliettes Entwicklung, die sie im Laufe des Buches durchmacht. Dass diese Entwicklung an einigen Stellen ein bisschen zu plötzlich erfolgte, finde ich nicht sonderlich erwähnenswert. Das kann immer mal wieder passieren, besonders bei einem Erstlingswerk. Aber ich fand Juliettes Charakteraufbau logisch und nachvollziehbar und nicht so sonderlich vorhersehbar, wie einige vielleicht meinen. Selbst wenn du durch die Gesellschaft gebrochen bist, weil sie dich einsperrt, heißt das noch lange nicht, dass du keine neue Hoffnung finden kannst. Daher würde ich das auch nicht weiter bemängeln.
Auch Adam hat mir sehr gut gefallen. Zwar lernt man ihn nicht so haargenau wie Juliette kennen, aber trotzdem weckt er das Interesse des Lesers, so dass man eigentlich gar nicht anders kann als ihn zu mögen. Dass er zusätzlich noch eine Person ist, die Juliette von früher kennt, lässt die Sympathie für ihn nochmals steigen. Man wird also von der Autorin praktisch dazu gezwungen, Adam zu mögen, was ich aber nicht sonderlich tragisch finde, da Adam ein sehr verträglicher männlicher Protagonist zu sein scheint. Ich bin gespannt, wie sich das mit ihm und Juliette weiterentwickeln wird.

Ich möchte jetzt noch kurz etwas zur Entwicklung und den Spannungsmomenten der Geschichte sagen. Ich fand das Buch wirklich an keiner Stelle zu langweilig oder zu langatmig; immer wieder schien etwas neues zu passieren, das den Leser weckte bevor er überhaupt einschlafen konnte. Ich habe lange überlegt, ob es eine Stelle in dem Buch gab, die mir nicht so gefallen hätte oder sogar langweilig für mich gewesen war. Das zeugt auch von dem Talent der Autorin, den Leser nicht nur durch die Sprache mitzureißen, sondern auch durch die Handlung im Allgemeinen. Ich bin sehr neugierig, wie die weiteren beiden Bände gestaltet sind und freue mich schon auf Rette mich vor dir.

Fazit:
Ich fürchte mich nicht ist ein Buch, das mich von der ersten Sekunde an mitgerissen hat - und dieses Mitreißende verschwindet während der gesamten 317 Seiten nicht ein einziges Mal. Die actionreiche Handlung zieht den Leser mit und beschäftigt ihn auch noch nach Beendigung des Buches. Die Sprache ist wohl am eindrucksvollsten in Ich fürchte mich nicht und durch Juliettes häufiger auftretende Bewusstseinsströme wird dem Leser klar, wer Juliette ist und welche "Gabe" sie hat. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so toll mit der Sprache spielen konnte wie diese Dystopie. Die anderen beiden Teile der Trilogie, sowie die beiden Kurzgeschichten werde ich auch noch lesen. Ich fürchte mich nicht bekommt aber erstmal wohlverdiente 5 Sterne von mir.  

Neugierig geworden? Dann bestell das Buch gleich hier

Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 19.07.2012
Aktuelle Ausgabe : 21.07.2014
Verlag : Goldmann
ISBN: 9783442478491
Flexibler Einband: 336 Seiten
Sprache: Deutsch

Dienstag, 15. Juli 2014

Rezension zu "Ich schreib dir morgen wieder" von Cecelia Ahern

Ein kleines Büchlein verändert ein Leben

 

Zum Inhalt:
Parties, Macht, Geld. Das ist der Lebensstil, den Tamara Goodwin gewohnt ist. Alles, was sie haben will, bekommt sie mit einem Lächeln und einem Fingerschnipsen und ihr wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Bis eines Tages aus heiterem Himmel ihr Vater stirbt und sie mit ihrer Mutter und einem Berg von Schulden zurücklässt. Die Villa am Meer, ihre Heimat, gehört jetzt der Bank und Mutter und Tochter müssen jetzt zu Onkel und Tante aufs Land ziehen. Während Tamara noch denkt, dass sie in dem kleinen Kaff, in dem sie jetzt ihr Dasein fristen muss, elendig versauern wird, spielt ihr das Schicksal ein mysteriöses Buch in die Hände, das Tamara neugierig macht. Dass dieses Buch etwas ganz Besonderes ist, erfährt Tamara schon bald. Denn es ist ein Tagebuch, ihr Tagebuch, in dem in Tamaras Handschrift die zukünftigen Handlungen des Mädchens für den darauffolgenden Tag niedergeschrieben sind. Doch das ist nicht das einzig geheimnisvolle, das in dem Torhaus von Onkel Arthur und Tante Rosaleen zu geschehen scheint...

Meine Meinung:
Ich habe immer gedacht, dass mein erster Cecelia Ahern-Roman P.S. Ich liebe dich sein würde. Warum, ist wohl ganz schnell geklärt: Weil es der erste und bekannteste Roman der Autorin ist, der auch erfolgreich verfilmt wurde. Dass es jetzt doch nicht ihr Erstlingswerk und somit schon ihr von vielen als ihr "Bestes"betitelt, ist, finde ich eigentlich recht gut, denn so gehe ich eigentlich ohne irgendwelche Erwartungen an die nachfolgenden Romane von Cecelia Ahern heran.

Auf den ersten Blick wirkt Ich schreib dir morgen wieder ein wenig wie eine aufgewärmte Teenager-Story, die wir seit spätestens Mit dir an meiner Seite kennen: Zickige Teenagerin muss Wohnort wechseln, trifft dort auf einen heißen Typen und verliebt sich. Dieses Schema kann man bei Ich schreib dir morgen wieder nicht wirklich anwenden. Zwar muss Tamara umziehen, doch die große Liebe, die in den Romanen von Cecelia Ahern ja ein großes Thema sein soll, lässt erstmal auf sich warten. Stattdessen lernen wir erstmal Tamara als Person kennen, die im ersten Kapitel eine kurze Zusammenfassung dessen gibt, was geschehen ist.

Schon allein an ihrer Sprache merkt der Leser, dass Tamara definitiv kein einfacher Charakter ist und man sie nur lieben oder eben hassen kann. Ich zähle mich was den Anfang betrifft, eher zu der letzten Gruppe, doch während man immer weiter liest, erschließt sich Tamara dem Leser als eine waschechte Person mit Gefühlen und nicht nur als die reiche Teenagerzicke vom Dorf. Diese Entwicklung hat mir ausnehmend gut gefallen und Cecelia Ahern hat das so hinbekommen, dass dieser Umschwung nicht zu plötzlich sondern nach und nach erfolgt, vor allem, als Tamara das Tagebuch findet.

Das Tagebuch ist ein richtiges Schlüsselobjekt in dem Roman und wird, je weiter man liest, immer wichtiger, nicht nur für Tamara sondern auch für den weiteren Verlauf der Handlung. Der Leser wird immer neugieriger auf diesen Gegenstand und ich persönlich habe mich immer sehr gefreut, wenn Tamara aus ihrem Tagebuch etwas gelesen hat.

Wie schon zu Anfang gesagt ist das Tagebuch jedoch nicht die einzige mystische oder eher gesagt komische Sache, die passiert. Tamaras Tante Rosaleen scheint Tamara auf Schritt und Tritt zu bewachen, jedoch wird erst ziemlich gegen Ende des Buches aufgeklärt, was genau mit Rosaleen los ist. Was mir hieran sehr gut gefallen hat, ist, dass der Leser die Möglichkeit hat, selbst Vermutungen anzustellen, warum Rosaleen sich so verhält, sich aber in einem solchen Rahmen bewegt, der die Aufklärung dessen eigentlich unmöglich macht. So bleibt die Spannung im Buch erhalten und die weitere Handlung ist nicht zu vorhersehbar.

Worüber ich jedoch noch gar nicht gesprochen habe, ist die Liebe, die ja nicht fehlen soll. Jedoch rückt diese ziemlich in den Hintergrund, da das Tagebuch und die bevorstehenden Ereignisse am wichtigsten sind. Tamara lernt zwar zwei nette Männer kennen, entscheidet sich aber erst am Ende für einen. Dabei ist dies allerdings so gestaltet, dass die letzte Szene mit ihrem möglichen Zukünftigen sehr offen gestaltet ist und Ahern die beiden nicht direkt eine Beziehung beginnen lässt. Das fand ich sehr schön gelöst.

Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, waren die Beschreibungen des Torhauses und seine Umgebung. Irgendwie konnte ich mir die Umgebung, in der Tamara nun aufwachsen sollte, nicht richtig vorstellen, was mir sehr leid tat. Denn der Schreibstil von Cecelia Ahern ist wirklich gut und lässt die Figuren auch sehr echt wirken. Dass ich mir daher die Umgebung nicht richtig ausmalen konnte, finde ich daher sehr schade.

Fazit:
Es ist zwar mein erster Ahern aber sicherlich nicht mein letzter. Der Roman ist durchgehend spannend und liest sich leicht und luftig wie ein fröhlicher Sommertag, auch wenn die Stimmung durch den Tod von Tamaras Vater etwas gedrückt sein mag. Alle Charaktere, sowohl die Protagonistin als auch sämtliche Nebencharaktere, die ich jetzt nicht benannt habe, sind liebevoll ausgearbeitet und wirken auf den Leser wie reale Personen. Auch der mysteriöse Teil mit dem Tagebuch hat sehr gut in die Handlung gepasst und wirkte daher sehr gut durchdacht. Schade ist nur, dass ich mir die Szenerie um das Torhaus irgendwie nicht richtig ausmalen konnte. Das hat mir ein wenig den Lesespaß verdorben. Daher gibt es einen Stern Abzug und somit "nur" 4 von 5 Sternen für Ich schreib dir morgen wieder.

Neugierig geworden? Dann bestell das Buch gleich hier 

Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 19.05.2010
Aktuelle Ausgabe : 01.05.2012
Verlag : Fischer Taschenbuch
ISBN: 9783596512126
Flexibler Einband: 528 Seiten
Sprache: Deutsch

Samstag, 22. März 2014

Rezension zu "Zwischen uns die Zeit" von Tamara Ireland Stone

Der Klappentext verrät leider schon die ganze Geschichte

 

Zum Inhalt:
1995: Die 16-jährige Anna lebt in der kleinen Stadt Evanston und träumt davon, eines Tages die Welt zu bereisen, da sie ihren kleinen Ort viel zu langweilig findet. Jeden Morgen joggt sie bis zum Stadion der nahegelegenen Universität. Doch auf einmal ist etwas anders. Ein Junge sitzt auf den Stufen der Tribüne und zieht Anna in seinen Bann. Und als sie ein paar Stunden später in den Spanischunterricht kommt, schaut der gleiche Junge ihr ins Gesicht. Sein Name: Bennett. Und was Anna am meisten fasziniert: Er kommt aus dem fernen San Francisco. Die beiden kommen sich näher und Bennett vertraut ihr letztendlich ein unglaubliches Geheimnis an...
Meine Meinung:
Durch eine Leserunde bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und da mich schon das Cover und vor allem der Titel des Buches sehr angesprochen hat, musste ich mich natürlich als Testleser bewerben.

Die Geschichte um Anna und Bennett ist wirklich süß - wenn sie nicht schon im Klappentext preisgegeben werden würde. Ich habe in meiner Zusammenfassung versucht, den Inhalt so gut wie möglich wiederzugeben ohne wirklich zu spoilern. Dies hat der Klappentext jedoch überhaupt nicht geschafft. Er verrät praktisch schon die ganze Geschichte, sodass man sich als Leser gleich zweimal überlegt, ob man das Buch jetzt in die Hand nehmen sollte oder nicht. Dadurch fehlt die Spannung in dem gesamten Buch und man weiß schon genau, was passieren wird und ist auf das Geschehen von vorneherein eingestellt. Es gibt keine wirklichen Höhepunkte und die Handlung erscheint vorhersehbar und lasch.

Der Schreibstil der Autorin ist das ganze Buch durchgehend ausnehmend gut. Das verwendete Präsens lässt den Leser glauben, er durchlebe die Handlung gemeinsam mit Anna und Bennett und durch die nicht allzu langen Sätze kann der Leser dem Geschehen flüssig folgen. Zwischenzeitlich kam mir das Buch ein wenig wie ein Film vor. Man konnte sich seine eigenen Sachen dazu denken und der Fantasie einigen Spielraum lassen, der nicht durch zu detaillierte Beschreibungen extrem eingegrenzt wurde.

Generell hat mir der Anfang sehr gut gefallen. Man wird direkt in die Geschichte hineingeworfen und läuft mit Anna gemeinsam zum Stadion. Nach den ersten Kapiteln jedoch ist die Luft ein wenig raus, weil man ab da alles über Bennett und sein Geheimnis erfährt und, wenn man den Klappentext gelesen hat, natürlich alles schon darüber weiß.

Die Geschichte plätschert vor sich hin und wirklich viel Interessantes geschieht nicht. Die Charaktere Anna und Bennett werden auf insgesamt 100 Seiten charakterisiert, was den Leser langweilt und die Story nicht sonderlich vorantreibt. Trotzdem muss ich sagen, dass man sich gut in die Charaktere einfühlen kann.

Mann kann sich sowohl mit Anna als auch mit Bennett sehr gut identifizieren, was mir als Leser natürlich besonders am Herzen liegt. Schließlich möchte ich keine flachen Figuren auf Papier sondern echt wirkende Menschen, die mir ihre Geschichte erzählen.

Anna mag man sofort und auch Bennett schließt man schnell ins Herz. Mir kam es allerdings so vor, als würden die anderen Charaktere ein wenig außer Acht gelassen werden, beispielsweise Annas Freundin Emma, die später noch eine wichtige Rolle spielt oder auch Annas Vater. Alles scheint nur auf die Liebesgeschichte zwischen Anna und Bennett ausgelegt, die zwar recht süß ist, aber trotzdem doch auf die Dauer langeweilt.

Was ich auch recht schade fand, war, dass an den Stellen, wo etwas Spannendes hätte passieren können, dieses überhaupt nicht eintritt sondern nach nur knappen 30 Seiten die Geschichte wieder so weit abflacht, dass Anna und Bennett wieder in den Vordergrund rücken. Der Roman könnte richtig Potenzial haben, wenn es auch mal um mehr als um die beiden Liebenden gehen würde.

Erst auf den letzten 100 Seiten scheint die Spannungskurve zu steigen und man fiebert mit den Charakteren mit - jedoch nur mit den beiden Protagonisten.

Das Ende hätte ich mir daher etwas anders vorgestellt. So, wie es geschrieben ist, wirkt es wie eine in sich abgeschlossene Geschichte. Es ist aber durchaus ein zweiter Teil in Planung. Der englische Titel soll Time after time lauten, von der deutschen Übersetzung weiß ich allerdings noch nichts genaues. Daher hätte ich hier einen Cliff-Hanger erwartet, der die Freude auf den zweiten Teil schürt.

Fazit:
Nette Geschichte, die jedoch nicht wirklich etwas Besonderes ist. Es kommt kaum Spannung auf und die Handlung plätschert vor sich hin. Ich kann denjenigen, die dieses Buch trotzdem gerne lesen würden, raten, den Klappentext nicht zu lesen, denn dieser verrät eigentlich schon den gesamten Inhalt des Buches.
Die beiden Protagonisten fand ich gut herausgearbeitet, jedoch rücken Nebenfiguren stark in den Hintergrund. Insgesamt wird sich mehr auf die Liebesgeschichte zwischen Anna und Bennett fokussiert, als auf irgendetwas anderes. An den Stellen, an denen wirklich etwas Spannendes hätte passieren können, wird die Handlung so schnell abgewickelt, dass der Leser sich kaum umguckt und schon wieder in Richtung der Liebesgeschichte von Anna und Bennett gelenkt wird. Durch das Ende wird auch keine Spannung auf den zweiten Teil geschürt, so dass die Geschichte nur so dahinplätschert. Daher kann ich nur 3 von 5 Sternen für dieses Buch vergeben.

Neugierig geworden? Dann bestell das Buch gleich hier

Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 25.11.2013
Aktuelle Ausgabe : 25.11.2013
Verlag : cbj
ISBN: 9783570154700
Fester Einband: 350 Seiten
Sprache: Deutsch