Samstag, 26. Juli 2014

Rezension zu "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" von Joanne K. Rowling

Der beste Teil der Harry Potter-Reihe

 

Zum Inhalt:
Harry Potter und der Gefangene von Askaban ist der 3. Teil der Harry Potter-Reihe von Joanne K. Rowling und spinnt die Geschichte um den besonderen Zauberer Harry Potter, der als Baby dem Todesfluch von Lord Voldemort entkam weiter. Die Sommerferien sind, wie auch in den Jahren zuvor, unglaublich langweilig und Harry muss den Gemeinheiten von Onkel Vernon, Tante Petunia und seinem fetten Cousin Dudley trotzen. Wie sehr freut er sich auf Hogwarts und auf die Aussicht, das nahegelegene Dörfchen Hogsmeade zu besuchen. Doch dafür muss Onkel Vernon erst die Einverständniserklärung unterschreiben. Und das will er nur tun, wenn Harry sich vorbildlich gegenüber Tante Magda benimmt, Onkel Vernons Schwester. Als diese aber mit weiteren Sticheleien gegenüber Harry aufwartet wird es diesem zu viel - er befördert die unliebsame Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Und dabei ist Zaubern außerhalb von Hogwarts verboten! Harry bekommt Panik, weiß er doch, dass ihm normalerweise der Schulverweis droht, doch das Gegenteil geschieht. Man behandelt ihn wie ein rohes Ei. Liegt das vielleicht daran, dass ein gefährlicher Mörder aus Askaban, dem Zauberergefängnis, geflohen ist und es scheinbar auf Harry abgesehen hat? Ron und Hermine wollen Harry helfen und stoßen auf eine Verstrickung aus Lügen, Verrat, Feigheit, Rache und Verleumdung, die selbst Harry fast an seinem Verstand zweifeln lassen.

Meine Meinung:
Ich glaube, jeder kennt Harry Potter, sei es durch die Filme, sei es durch die Bücher. Jedenfalls hatte bisher jeder schon einmal mit ihm zu tun gehabt und für viele ist er das erste richtige Fandom gewesen, bevor Die Tribute von Panem, Die Bestimmung oder Das Schicksal ist ein mieser Verräter herauskamen um nur ein paar zu nennen. All diese haben einen ganz bestimmten Lieblingsteil der Harry Potter-Reihe. Meiner ist und bleibt der 3. Teil, den ich hier gerade rezensiere.
Ich weiß nicht, wie oft ich mittlerweile schon die 7 Harry Potter-Bände gelesen habe (ohne die drei Zusatzwerke wohl gemerkt), aber nie konnte ein anderer Band wirklich an Harry Potter und der Gefangene von Askaban heranreichen.

Der 3. Teil beginnt wie eigentlich jeder Harry Potter-Band zuvor: man befindet sich bei den Dursleys und es sind Sommerferien, die dem armen Harry ungefähr so geschmackvoll vorkommen wie Lebertran. Auch, wenn man von den anderen beiden Bänden schon ein wenig an die Schikanen seiner Verwandten gewöhnt ist, setzt Joanne K. Rowling dem Ganzen noch die Krone auf, indem sie Tante Magda auftreten lässt. Diese ist noch schlimmer als die Dursleys und bietet eine Menge Abwechslung zu den vorherigen Gemeinheiten.

Wie immer ist auch der Schreibstil von Joanne K. Rowling unglaublich ansprechend. Man fühlt sich direkt in das Geschehen hineinversetzt und kann sich die Szenerie richtig gut ausmalen. Die Personen sind alle ein bisschen schrullig, von Tante Petunia, die viel zu viel Hals hat bis zu Onkel Vernon, der gar keinen hat. Dies zeigt natürlich auch nochmal, wie Harrys Verwandte gesehen werden sollen. Durch die negativen Adjektive und die negativen Handlungen mag man sie als Leser nicht sonderlich gerne leiden.

Auch der weitere Verlauf der Geschichte ist unglaublich spannend geschrieben; man lernt neue Personen kennen, beispielsweise den Zaubereiminister Cornelius Fudge oder auch Remus Lupin, der als neuer Lehrer in Hogwarts angestellt ist. Außerdem kommen zu den Unterrichtsfächern in Hogwarts, die dem Leser schon längst bekannt sind, noch Wahrsagen und Pflege magischer Geschöpfe hinzu, sodass man einen weiteren Einblick in die Zaubererwelt hat. Da das Buch aus Harrys Sicht geschrieben ist und dieser nur die beiden genannten Fächer belegt hat, kann man sich unter den anderen Angeboten Muggelkunde, Arithmantik oder Runenkunde nicht sonderlich viel ausmalen. Ein Wechsel der Perspektive hätte hier aber nicht wirklich gepasst, da auch die anderen beiden Bücher aus Harrys Perspektive geschrieben sind und auch die nachfolgenden Bücher sich nur um Harry drehen.

Was mir aber dieses Mal sehr gut gefallen hat, war, dass Joanne K. Rowling sich ein wenig von dem Unterricht in Hogwarts gelöst hat und mehr auf Harrys Vergangenheit und seine Beziehungen zu der Zaubererwelt eingegangen ist, von denen er bisher nichts wusste. Mit Sirius Black deckt sie ein Geheimnis auf, dass Harry und auch den Leser seit Beginn an quält. Dadurch sieht man aber auch, wie verstrickt die ganze Geschichte eigentlich ist und wie viele Gedanken sich die Autorin gemacht haben muss, um diese ganze Mysterygeschichte zusammenzubauen. Das hat mir unglaublich gut gefallen, weswegen der 3. Teil mein Liebling ist.

Fazit:
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man kann einfach nicht aufhören, diesen Teil zu lesen. Was Joanne K. Rowling sich hier ausgedacht hat, ist Mystery in ihrer Bestform. Die neuen Unterrichtsfächer bringen Abwechslung in das Schulleben von Hogwarts und natürlich dürfen auch die Quidditchspiele nicht fehlen, die von dem überaus amüsanten Lee Jordan kommentiert werden. Am besten jedoch hat mir gefallen, dass es nicht mehr nur um den Unterricht in Hogwarts geht, sondern  dass auch Harrys Beziehungen zur Zaubererwelt immer offensichtlicher werden und zeigen, dass er gar nicht so allein ist wie er immer dachte. Für diesen tollen Teil würde ich lieber 10 Sterne als nur 5 vergeben, aber da dies nicht möglich ist, muss Harry Potter und der Gefangene von Askaban sich "nur" mit 5 begnügen.

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Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2000
Aktuelle Ausgabe : 01.01.2000
Verlag : Carlsen
ISBN: 9780828818551
Fester Einband: 447 Seiten
Sprache: Deutsch