Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension zu "Kalonas Fall" von P.C. & Kristin Cast

Für mich die bisher schlechteste House of Night-Story

 

Zum Inhalt:
Kalonas Fall ist die 4. House of Night-Story. Durch die Hauptreihe der House of Night-Bände ist der geflügelte Unsterbliche Kalona allen Fans der Serie wohlbekannt. Dass er nicht ganz freiwillig auf Erden wandelt, ist auch vielen klar. Doch wie genau kam es dazu? Kalona und sein Bruder Erebos wurden von Mond und Sonne geschaffen und sind zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch haben beide ein und dasselbe Ziel: Die Gunst der Göttin Nyx zu gewinnen, die über die Erde und die Anderwelt wacht. Doch Kalonas Besessenheit von der Göttin ist fast schon krank. Er will sie für sich allein, will sie mit niemandem teilen. Und dafür würde er alles tun...

Meine Meinung:
Normalerweise sind meine Inhaltsangaben ja etwas länger, aber das kann ich hier bei Kalonas Fall nicht durchführen. Dies liegt einfach daran, dass ich ansonsten zu viel von der Geschichte vorweg nehmen würde, was leider schon der Klappentext zur Genüge tut. Zwar ist der Ausschnitt, der auf dem Buchrücken zu finden ist, sehr nichtssagend und macht den Leser eigentlich auch recht neugierig auf den Inhalt der Novelle, doch sobald man das Buch aufschlägt und die richtige Inhaltsangabe auf der Innenseite liest, wird klar, dass diese die gesamte Handlung vorweg nimmt. Deswegen habe ich eigentlich recht lange gebraucht, um die Story zu beenden.

Doch nicht nur durch diese recht lange und ausführliche Darlegung der Geschichte wird unglaublich viel verraten, sondern auch schon durch die Hauptreihe von House of Night. Da ich davon ausgehe, dass viele von euch mittlerweile die Reihe beendet haben, oder weit am Ende sind wenn sie Kalonas Fall lesen, wissen viele was ich meine, wenn ich sage, dass auch die Hauptreihe viel vorweg nimmt und somit Kalonas Fall zu einem dahinplätschernden Etwas wird, dessen Ende allen House of Night-Lesern bereits bekannt ist. Das gleiche Problem hatte ich auch mit Neferets Fluch. Auch hier wurde schon im 1. Band so viel verraten, dass ein zusätzliche Novella recht unnötig wurde. Dagegen fand ich Dragons Schwur und Lenobias Versprechen sehr gut und auch interessant gestaltet, weil man noch nicht so viel über die Figuren wusste. Das ist weder bei Kalona noch bei Neferet der Fall gewesen und so dümpeln die beiden Geschichten vor sich hin.

Der Schreibstil in Kalonas Fall unterscheidet sich stark von dem, der in den anderen Teilen genutzt wird. Grund dafür ist, dass die gesamte Handlung wie eine Sage oder Legende erzählt wird. Dies spiegelt sich auch in der direkten Rede der Charaktere wider, bsw. in Mutter Erde. Dieser Wechsel des Schreibstils scheint dem ein oder anderem Leser etwas gewöhnungsbedürftig. So war dies auch bei mir. Irgendwie kam ich überhaupt nicht in die Geschichte und fand dieses märchenhafte Erzählen eigentlich richtig langweilig. Ich habe es kaum geschafft, 1 Seite am Stück zu lesen geschweige denn ein ganzes Kapitel. Irgendwie schien für mich nicht wirklich Spannung aufzukommen, was auch wieder daran lag, dass der Großteil der Geschichte schon bekannt war und zum Anderen daran, dass eigentlich kaum etwas passierte. Die Handlung plätscherte vor sich hin und schien überhaupt keinen richtigen Höhepunkt erreichen.

Auch die Charaktere sind mir kaum in Erinnerung geblieben. Im Gegensatz zur Hauptreihe fand ich die dargestellten Protagonisten sehr flach und überhaupt nicht durchdacht genug. Natürlich weiß ich, dass es sich bei Kalonas Fall um eine Novelle handelt, sprich einer Kurzgeschichte zur Haupthandlung. Trotzdem hätte ich mir etwas mehr von den Charakteren erwartet, besonders von Kalona, der ja der Hauptcharakter des Buches ist.

Die Charakterzüge Kalonas fand ich sehr vorhersehbar, sowie ich Kalona selbst als Charakter sehr vorhersehbar fand Natürlich wissen diejenigen, die die Hauptreihe mitverfolgen, was mit Kalona geschah und weshalb er auf Erden wandeln muss. Vielleicht war ich auch deswegen von seiner Darstellung nur minder begeistert.Auch Nyx, die auch eine große Rolle spielt, war sehr flach und schien mir sehr naiv, was im Vergleich zur Hauptreihe in einem großen Kontrast steht. Auch hier schienen mir ihre Handlungen sehr vorhersehbar und langweilig und konnten mich nicht dazu bewegen, das Buch weiterzulesen.

Die Novelle wurde für mich erst gegen Ende richtig spannend, vor allem weil eine Komponente hinzukommt, die den ein oder anderen Leser ja doch interessiert. Hier wurde zum ersten Mal Spannung aufgebaut und man konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Diese einzige Sache bleibt aber leider auch das einzig Spannende an dem Buch, denn das Ende , also wie genau es zu Kalonas Fall kam, ist uns allen bekannt. Dies war für mich jedoch wieder genauso unspektakulär gestaltet wie der Rest des Buches. 
 
Fazit:
Für mich die bisher schlechteste House of Night-Story. Der Großteil der Handlung wird schon im Klappentext erzählt und was dort nicht erzählt wurde, wird in der Haupthandlung der Reihe vorweggenommen. Zwar kennt man das Ende und möchte wissen, wie es zu Kalonas Fall kommen konnte, dennoch wurde dieser Werdegang für den Leser so langweilig gestaltet, dass man kaum ein Kapitel am Stück lesen konnte. Der Schreibstil, der in diesem Teil sehr märchen- und sagenhaft ist, passt zwar recht gut aufgrund der mythologischen Bezüge, dennoch fand ich es sehr schwer in ihn hineinzufinden, was auch das Hineinfinden in die Charaktere erschwerte. Somit kann ich Kalonas Fall nur 2 Sterne geben, da mich außer einem einzigen Handlungsstrang nichts wirklich begeistern konnte.

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Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 25.09.2014
Aktuelle Ausgabe : 25.09.2014
Verlag : FISCHER FJB
ISBN: 9783841422231
Fester Einband: 272 Seiten
Sprache: Deutsch