Mittwoch, 25. Juni 2014

Rezension zu "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie

Ein richtig guter Poirot

 

Zum Inhalt:
Hercule Poirot reist mit dem Orientexpress von Syrien zurück nach London und freut sich auf eine angenehme Nacht in seinem Abteil. Doch daraus wird nichts. Auf den Fluren vor den Abteilen herrscht Unruhe und dann bleibt der Zug auch noch in einer Schneewehe stecken. Als dann jedoch der Millionär Ratchett aus dem Nachbarabteil tot aufgefunden wird, ist alles klar - nur ein Mitreisender kann der Mörder sein. Und Poirot will diesen finden. Und sind wirklich alle Passagiere die für die sie sich ausgeben?

Meine Meinung:
Mord im Orientexpress ist mittlerweile mein zweiter Christie und ich muss sagen, er gefällt mir genauso gut wie Der Tod auf dem Nil. Die Menschen, die sagen, Agatha Christie sei die "Queen of Crime" haben wirklich recht: Agatha Christie schafft es, eine richtig gute Geschichte zu spinnen, die den Leser sowieso schon sehr stark an das Buch fesselt aber mit der Auflösung trifft sie den Leser noch einmal richtig hart. Denn meistens hat man mit dieser Aufklärung nicht wirklich gerechnet.

So ist es auch bei diesem Werk von Agatha Christie. Natürlich hat man als Leser irgendwie immer gegen einen der Charaktere einen Verdacht, doch bei diesem Krimi schien irgendwie jede Person verdächtig zu sein, denn jede hatte auf irgendeine Weise ein Motiv. Dass es jedoch so ausgegangen ist wie es eben ausgegangen ist, hat mich sehr überrascht und ich bin auch jetzt, nachdem ich schon seit mehreren Stunden mit dem Buch fertig bin, immer noch geschockt über die Lösung auf die unser guter Hercule Poirot gekommen ist.

Im Allgemeinen ist Hercule Poirot den Lesern mit seinen Gedankengängen immer um mehrere Schritte voraus. Ich befand mich eher auf dem Gedankenstand des Arztes Dr. Constantine und Monsieur Bouc, seinen Begleitern. Ich hatte wirklich nicht die geringste Ahnung, wer der Mörder sein könnte und bin die ganze Zeit im Dunkeln herumgetappt.

Doch gerade das macht meiner Meinung nach einen guten Kriminalroman aus - nicht wissend wer der Mörder ist versucht man, seine eigenen Vermutungen aufzustellen und selbst wenn diese enttäuscht werden, ist man immer noch hungrig danach zu erfahren, wer der wahre Mörder ist.
Das ist das, was die Christie-Krimis auch so anziehend und spannend macht. Ich habe nur knappe 2 Wochen gebraucht um diesen Krimi zu lesen und das bei 360 Seiten und das ist bei meiner derzeitigen Wochenplanung echt eine kurze Zeit.

Doch nicht nur die Art und Weise, wie Mrs. Christie ihren Fall löst hat mich serh an das Buch gefesselt, sondern auch ihr Schreibstil. Diesen mag ich nämlich sehr. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, als wäre ich der 3. Begleiter des Monsieur Poirot, der im Orientexpress versucht, den Fall aufzuklären und habe mich im Allgemeinen sehr nah an den Charakteren gefühlt.

Ich habe zwar den Film nicht gesehen, der zu diesem Krimi Christies gedreht wurde, aber das muss ich auch nicht mehr. Ich hatte nämlich die ganze Zeit einen Film vor meinem inneren Auge wenn ich dieses Buch gelesen habe. Und natürlich kann kein Film die eigenen Erwartungen richtig erfüllen.

Fazit:
Dieser Krimi hat mir richtig gut gefallen. Er ist spannend vom Anfang bis zum Schluss und es gibt keine langweiligen Stellen, da immer wieder neues passiert. Für Krimifans und natürlich auch Agatha Christie-Fans ist Mord im Orientexpress ein absolutes Muss. Hier kommt nämlich keine Langeweile auf. Deswegen gibt es von mir auch 5 von 5 möglichen Sternen.

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Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.1989
Aktuelle Ausgabe : 08.10.2009
Verlag : Fischer Taschenbuch
ISBN: 9783596511136
Fester Einband: 361 Seiten
Sprache: Deutsch