Freitag, 21. März 2014

Rezension zu "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" von Joanne K. Rowling

 


Nicht mein Lieblingsband der Reihe, aber trotzdem gut 

 

Zum Inhalt:
Harry Potter und die Kammer des Schreckens ist der zweite Band der 7-teiligen Reihe von Joanne K. Rowling und befasst sich besonders mit den Erlebnissen aus dem zweiten Schuljahr in Hogwarts des jungen Harry. Nachdem er kurz vor den Sommerferien dem berüchtigten Lord Voldemort gegenüberstand, hofft er, dass sein zweites Jahr etwas normaler wird. Doch daraus wird nichts. Als er bei seinen Zieheltern, den Dursleys den Hauselfen Dobby trifft, rät dieser ihm, nicht nach Hogwarts zurückzukehren. Aber warum? Harry möchte es herausfinden - und kommt schon bald dahinter. Ein schreckliches Monster treibt in der Schule sein Unwesen - und keiner möchte es mit ihm aufnehmen. Immer mehr Mitschüler von Harry werden versteinert und Harry fasst einen Entschluss. Gemeinsam mit seinen beiden Freunden Ron und Hermine will er das Rätsel aufklären und Hogwarts von den dunklen Mächten befreien.

Meine Meinung:
Als Harry Potter - Fan der ersten Stunde komme ich natürlich nicht umhin, die großartigen Bücher von Joanne K. Rowling zu rezensieren und da ich eh gerade ein Re-Read der Reihe mache, passt das ganz gut.

Ich finde im Allgemeinen die deutsche Übersetung unglaublich gelungen. Der britische Humor, den Joanne K. Rowling immer wieder einfließen lässt, fällt überhaupt nicht raus und entlockt dem Leser den ein oder anderen Lacher.

Auch die zwischenzeitlich etwas übertriebene Darstellung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Tante Petunia und Onkel Vernon muss man einfach hassen, genauso wie ihren Sohn Dudley. Harry kann einem schon wirklich leid tun, aber gerade das finde ich so klasse an dem Schreibstil von Miss Rowling: Sie fesselt ihren Leser und man kann nicht aufhören, Seite für Seite umzublättern. Die Charaktere sind wahnsinnig durchdacht und haben alle ihre Macken, so dass sie auf den Leser auch wie reale Personen wirken. Durch kurze prägnante Sätze schafft es die Autorin, den Leser in ihren Bann zu ziehen, ihn selber in die Welt der Magie zu entführen und durch die vielen Verbildlichungen, die durch Vergleiche und Metaphern entstehen, entsteht auch ein Bild im Kopf des Lesers, sowohl von Hogwarts als auch von den Charakteren selbst.

Eine Person hat mir in diesem Band besonders gut gefallen: Glideroy Lockhart, der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Ich finde die Art wie er auftritt und wie er sich anderen gegenüber verhält einfach zum Brüllen komisch und musste mir ein lautes Lachen über die Beschreibung seiner ersten Unterrichtsstunde verkneifen. Der Kerl ist einfach so  geschädigt, aber trotzdem schließt man ihn genauso schnell ins Herz wie Professor McGonagall oder Professor Dumbledore.

Was mich an diesem Band ein wenig gestört hat, war die Tatsache, dass es sich zwischenzeitlich wirklich zog. Das Empfinden hatte ich vom ersten Teil nicht, wo Harry ja auch erst gegen Ende auf den dunklen Lord trifft. Das fand ich wirklich schade. Immer wieder wurden zwar weitere Versteinerte aufgefunden, jedoch gab es keinen Hinweis darauf, was dieses Monster sein könnte und wo die Kammer des Schreckens sich überhaupt befindet. Erst gegen Ende hin kommen Harry und Ron schließlich auf seine Spur. 

Trotzdem mochte ich diese Hintergrundinformationen, die durch die Aufdeckung der Geheimnisse über die neu hinzugekommenen Personen, die immer wieder im Verlauf des Buches auftauchen, angegeben werden. So erfährt man beispielsweise viel über die Maulende Myrte und auch über Professor Lockhart, aber auch, wie beispielsweise eine Geisterparty vonstatten geht. Das lässt die konstruierte Welt, die die Autorin den Lesern aufzeigt, als perfekt, als genau durchdacht erscheinen. Für alles gibt es einen Grund und der Leser gerät von Band zu Band mehr in die Welt der Magie.

Fazit:
Ich muss zugeben, dass dieser Teil nicht mein Lieblingspotter ist. Genau erklären kann ich das nicht. Vielleicht dauert mir die Aufklärung, was die Kammer des Schreckens genau ist, einfach zu lange, so dass nur die letzten hundert Seiten nochmal richtig viel rausgerissen haben. Fakt ist aber: Die Harry Potter-Reihe ist Pflichtlektüre für alle, die gerne ihrer eigenen Welt entfliehen wollen und sich gerne in eine andere träumen. Mit ihrem britischen Humor und den parataktischen Sätzen schafft es Joanne K. Rowling, den Leser zu fesseln und sich den Charakteren nahezufühlen. Jeder Charakter ist gut durchdacht, jeder hat eine ganz eigene Persönlichkeit und kann auf den Leser total schrullig oder total ernst wirken. Man schließt jeden ins Herz, sogar den etwas eingebildeten Professor Lockhart und man erfährt viel Hintergründiges über die Zaubererwelt und auch ihre Geschichte. Zu Recht ist dies eine der Reihen, die sich weltweit am besten verkauft hat und ich hoffe, Der Ruf des Kuckucks, das ich noch hier herumliegen habe, wird mich genauso fesseln wie die Harry Potter-Reihe es getan hat. Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen für den zweiten Teil.

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Allgemeine Infos zum Buch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1999
Aktuelle Ausgabe : 01.01.1999
Verlag : Carlsen
ISBN: 9783551551689
Fester Einband: 351 Seiten
Sprache: Deutsch